Emotionaler Festgottesdienst zur Errichtung der röm.-kath. Kirchengemeinde Mittlere Kurpfalz schuf einen besonderen Moment
Kirchengemeinde: Mit einem großen Festgottesdienst wurde am Samstag, 17.01.2026 in der Kirche St. Sebastian Ketsch die Errichtung der neuen röm.-kath. Kirchengemeinde Mittlere Kurpfalz gefeiert. Sie gehört zu den 36 neuen Kirchengemeinden der Erzdiözese Freiburg.
Die Leitung des Gottesdienstes hatte Generalvikar Christoph Neubrand aus dem Erzbischöflichen Ordinariat Freiburg. Über drei Jahre Vorbereitungszeit kamen damit zu ihrem Höhepunkt. Der Gottesdienst war bis ins Detail geplant und wurde von den Besuchenden der voll besetzten Kirche trotz fast zwei Stunden Dauer als sehr kurzweilig und stimmungsvoll empfunden. Dazu trug eine bunte musikalische Vielfalt an Kinder- und Jugendchören, verschiedenen Kirchenbands und Kirchenchören bei, die trotzdem noch genug Möglichkeiten zum Mitsingen ließen. Ehrenamtliche und Hauptamtliche wechselten sich mit den Lesungen und Fürbitten ab, so dass möglichst viele Gruppierungen der Kirchengemeinde repräsentiert wurden. Nicht zu Letzt bestach die Menge an Ministrantinnen und Ministranten, die zum Dienst in die Kirche kamen. Judith Schmitt-Helfferich, Leitende Referentin, begrüßte die Gemeinde mit den Worten: „Ich habe aufgehört zu zählen. Man sagte mir, es seien 140 Ministrantinnen und Ministranten“.
Zur Amtseinführung der Leitenden Pfarrer Uwe Lüttinger und Christian Müller entzündete Michael Schnorbach, Vorstandsmitglied des Pfarreirats, eine große Kerze mit dem Logo der neuen Kirchengemeinde und begann somit einen feierlichen Lichtritus. Alle Gemeindemitglieder wurden vorab mit kleinen Kerzen ausgestattet. Der Pfarreirat und das Seelsorgeteam gaben das Licht der großen Kerze an die Gemeinde weiter. Der Lichtritus machte deutlich: Leitung ist nur in Gemeinschaft möglich und im Vertrauen darauf, dass es viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende sind, die sich engagiert in die neue Kirchengemeinde einbringen. Im Anschluss gaben die Leitenden Pfarrer ihr Versprechen gegenüber der Kirchengemeinde ab.
Der Gottesdienst ging mit den Grußworten des Ketscher Bürgermeisters Timo Wangler und des evangelischen stellvertretenden Dekans Dr. Simon Layer zu Ende. Wangler betonte, wie wichtig die katholische Kirche nach wie vor in den politischen Gemeinden sei, da sie mit ihren Gruppierungen das gesellschaftliche Leben präge. Layer zog Vergleiche zur anstehenden Kirchenentwicklung der evangelischen Kirche und brachte den neuen Leitenden Pfarrern zwei Powerbanks mit, damit sie Energie für ihr neues Amt hätten.
Im Anschluss an den Gottesdienst kamen die Gemeindemitglieder bei einem Imbiss und Getränken im großen Saal des benachbarten Gemeindehauses zum Austausch zusammen. Viele verweilten noch lange. Ein Zeichen dafür, dass das Zusammenwachsen in der neuen Kirchengemeinde auf dem richtigen Weg ist und sicherlich weitere Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden.

