Ketsch: …dann ist zutiefst Ketscher Geschichte erfahrbar, bis zurück ins letzte Jahrhundert, authentisch von Zeitzeugen erzählt.
Zu einem gemütlichen Abend im Pfarrheim hatte das kath. Gemeindeteam Ketsch dazu eingeladen – und eine ansehnliche Besucherschar nahm mit Interesse die Einladung an. Wenn alte Ketscher erzählen aus früheren Zeiten….

Unterstützt durch alte Fotos, die Claudia Wagner und Ulrike Engelhardt auf die Leinwand projizierten, kamen Erinnerungen auf, in regem Austausch wurde erzählt und diskutiert. Umsorgt mit Getränken und Imbiss von Michael Sambeth und der Moderation von Marianne Faulhaber fühlten sich die Gäste sichtlich wohl.
Fragen wie „wer ist in Ketsch geboren, getauft, wer wurde in St. Sebastian getraut“ holten auch das kirchliche Leben früherer Zeiten in den Fokus. Die Gestaltung von Gottesdiensten – täglich wohlgemerkt – und die Aufgaben der Ministranten vor gut 60 Jahren und weiter zurück, davon wusste Alwin Göck zu berichten. Weiter gings mit dem damaligen Familien- und Arbeitsleben, das „Ketscher Bähn’l“, mit dem man zur Arbeit nach MA-Rheinau oder weitergefahren ist – wenn nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad der Weg zurückgelegt wurde. Auch die Arbeitsmöglichkeiten im Ort kamen zur Sprache. In örtlichen kleinen „Fabriken“ wurden Körbe geflochten und Tabak zu Zigarren verarbeitet.
Ja – und wer, überhaupt von uns jüngeren, hätte gewusst, dass es in Ketsch mal eine „Adolf-Hitler-Straße gegeben hat? Die Schillerstraße wurde nach in dieser geschichtlich düsteren Zeit wieder entsprechend ihrem ursprünglichen Namen umbenannt.
Vieles hätte es noch zu erzählen gegeben – aus jüngerer Zeit, von Ketscher Ladengeschäften und Veranstaltungen und …..das wird für einen weiteren Abend, der auf jeden Fall stattfinden soll, aufgehoben.
Das Gemeindeteam dankt allen Besuchern, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben.
