Kirchengemeinde: „Mit der Sehnsucht im Gepäck“. Mitte Juni trafen sich 19 Frauen unterschiedlichen Alters aus der Erzdiözese Freiburg zu einem Pilgerwochenende im Haus La Verna in Gengenbach.
kfd Pilgerwochenende auf dem Kinzigtaler Jakobsweg
Das Motto lautete „Mit der Sehnsucht im Gepäck“ und gleich nach dem Abendessen konnten die Teilnehmerinnen unter der Anleitung der erfahrenen Pilgerbegleiterinnen Gabi Fuchs-Bechinger und Ursula Rötzel durch entsprechende Texte und Anregungen ins Thema einsteigen.
Am nächsten Morgen ging es los und da die Temperaturen sehr hoch waren, trafen sich alle schon um 6:30 Uhr zum Frühstück und nach dem Pilgersegen ging es auf die erste Etappe nach Zell am Harmersbach. Der Weg war vor allem wegen der Hitze eine große Herausforderung, denn es ging auch etliche Höhenmeter nach oben. Schon auf den ersten Kilometern gab es Impulse zum Nachdenken über das Gehörte und zum Überlegen, was die eigene Sehnsucht ist. Einige Etappen wurden auch schweigend gegangen und jede Frau konnte sich ganz auf ihren eigenen Atem, den Rhythmus ihrer Schritte und das Knirschen des Waldbodens oder andere Wahrnehmungen konzentrieren. Am Abend trafen alle geschafft aber erfüllt wieder im Haus La Verna ein und nach der abendlichen Reflexionsrunde saß man noch gemütlich beisammen
Der nächste, ebenso heiße Tag, stand im Zeichen der Natur und der eigenen Ausdauer und die Gestaltung war flexibel. So konnte jede nach ihren eigenen Möglichkeiten eine kürzere oder längere Etappe gehen. Wieder gab es zahlreiche Impulse. Im schattigen Wald gab es Pausen und immer wieder kurze spirituelle Impulse und Lieder: An einem kleinen Bachlauf hielten wir inne, um über das Thema „Quelle“ nachzudenken und im weiteren Verlauf fanden wir eine grüne Oase, mit herrlichem Moos, mit grünem Gras und hohen schattenspenden Bäumen. Am Abend erlebten wir eine tiefe Ruhe, einen herrlichen Sonnenuntergang und alle waren froh, es so gut geschafft zu haben.
Auch der Sonntag begann mit einem spirituellen Einstieg. Mit leichtem Gepäck ging es auf eine finale, kürzere Abschlussetappe. Im Fokus stand die Frage:“ Wie ist es mit meiner Sehnsucht nach Gott“? Vorbei an der Portiunkula-Kapelle ging es zur Wallfahrtskirche Gengenbach auf dem Berg, wo wir eine Andacht hielten und jede ihre eigenen Anliegen vor Gott bringen konnte. Durch die Weinberge ging es dann – auch wieder bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen – zurück zum Ausgangspunkt.
In einer abschließenden Feedbackrunde wurde deutlich, wie wertvoll die Gemeinschaft mit den anderen Pilgerfrauen war. Außerdem war es ein wunderbares Erlebnis, dass der Sehnsucht so viel Zeit und Raum gegeben werden konnte und auf die jeweiligen Bedürfnisse so gut eingegangen wurde. Ohne den Druck von Terminen und Verpflichtungen mit leichtem Gepäck erleben und erspüren, was gerade da ist und bedacht werden will. Erfüllt, gestärkt und dankbar für dieses besondere Erlebnis traten die Teilnehmerinnen am Nachmittag die Heimreise an.
Gabi Schroeder-Hofmann


