Kolpingsfamilie Brühl feiert 75jähriges Jubiläum
Brühl: Christliches Zeugnis sichtbar abgeben – die Nöte der Zeit erkennen. Ein würdig gefeierter Gottesdienst und im Anschluss eine gesellige Feier im Pfarrzentrum – dazu ein strahlend blauer Himmel, besser könnte es zu einem Festtag nicht sein.
Zum Beginn der Messfeier in Hl. Schutzengel zogen die Bannerträger der befreundeten Kolpingfamilien aus dem Bezirk Wiesloch feierlich gemeinsam mit Ministranten und Zelebranten in die Kirche ein und füllten den Altarraum.
Pfarrer Wolf-Dieter Geisler, ehemaliger Diözesanpräses und seit vielen Jahren verbunden mit Brühl, zelebrierte gemeinsam mit Pater Kurian Thomas den Gottesdienst. In seiner Begrüßung und Ansprache ging Pfr. Geisler auf die Gründung der Brühler Kolpingfamilie ein mit Blick auf das soziale Engagement Adolph Kolpings – Vorbild aller weltweit gegründeten Kolpingsfamilien.
Die Euphorie des Anfangs beibehalten, sichtbar christliches Zeugnis abgeben und damit Glaubenszeichen setzen verliert niemals an Aktualität. Der Welt ein menschliches Gesicht geben, ein Licht in manche Dunkelheit setzen – passend dazu wurde die neue Kolpingkerze gesegnet und entzündet.
Symbolische Geschenke verteilte Geisler dann in seiner Predigt, humorvoll und zugleich ernsthaft sein Appell. Mit den Zeichen der Zeit gehen, Nöte sehen und wachsam bleiben, dazu vorwärts denken, die Stimme erheben wo es notwendig ist, auf sich selbst und die Welt schauen, die Botschaft Kolpings lebendig halten. „Anfangen ist oft das schwerste, doch treu bleiben das Beste“.
Den musikalischen Rahmen zum Gottesdienst gestalteten die Musikgruppe „4tones“ gemeinsam mit Frank Meiswinkel an der Orgel – das „Kolpinglied“ zum krönenden Abschluss.
Gesellig ging der Festtag im Pfarrzentrum weiter, ein leckeres Mittagessen erwartete die Gäste.
In seiner Begrüßung würdigte Gerhard Zirnstein die Gründerväter der Brühler Kolpingfamilie: Pfarrer Johannes Beykirch, Josef Motzenbäcker, Karl Adam Maurer, Karl Mündel, Heinrich Mündel, Paul Wüst und Hans Hafner.
Am 2. Dez. 1951 wurde das Stiftungsfest feierlich begangen und mit der Aufnahme von 25 Mitgliedern begann die Geschichte der Kolpingfamilie Brühl, deren Engagement das Leben im Ort und Kirche bis heute bereichert und prägt.
Dankgottesdienste, Maiandachten, Fronleichnamsfeiern und Martinsumzug, Sammelaktionen mit Erlös für soziale und karitative Zwecke verbinden Tradition und Gemeinschaft über Generationen hinweg.
Legendär auch die Teilnahme am Brühler Fastnachtsumzug mit Umsetzung von Brühler Lokalkolorit.
Grußworte von Dr. Ralf Göck, Pfarrer Uwe Lüttinger, Wolfram Gothe und der Vertreterin des Diözesanverbandes Freiburg, Evelyn Steidl würdigten das Wirken der Kolpingfamilie Brühl, bevor das Mittagessen zur Geltung kam.
Die Bewirtung der Gäste ist Vroni Pfister dazu immer ein besonderes Anliegen und so hatte sie mit vielen fleißigen Helfern ein leckeres Menü gezaubert.
Legendär die Suppe mit eigens zubereiteten Markklößchen, Fleischklößen mit Merrettichsoße und Kartoffeln wurden abgerundet mit Zitronencreme als Dessert und Kaffee und Kuchen zum Abschluss.
Pfarrer Geisler holte in seiner Ansprache im Pfarrzentrum Adolph Kolping und dessen authentisches Wirken vor Augen, sein Bedürfnis, die Lebenssituation der Menschen seiner Zeit zu verbessern – mit Herz und Handeln.
Ein gelungenes Jubiläumsfest mit geselligem Ausklang – ganz im Sinne Adolph Kolpings.




