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Katholisches Bildungswerk : Wie kommt man sicher durch die heißen Tage?

Reilingen: Zu diesem Thema lud das Katholische Bildungswerk den Apotheker Dietmar Sommer von der Stadt-Apotheke aus Walldorf zu einem Vortrag ein. Dieser hatte viele wertvolle Informationen für die Besucher.

Der Sommer 2026 zeigt uns gerade deutlich, dass die Klimaerwärmung nicht nur ein Wort auf einem Papier ist, sondern aktuell für alle deutlich fühlbar ist. Gerade ältere oder kranke Menschen leiden gesundheitlich sehr unter der Hitze, aber auch an den Körpern von jungen und gesunden Menschen gehen Temperaturen an der 40-Grad-Grenze nicht einfach so vorbei. Doch was genau passiert eigentlich in uns, wenn es lange Zeit heiß ist und wir viel schwitzen? 
Um dieser Frage auf die Spur zu gehen, hat das Katholische Bildungswerk den Apotheker Dietmar Sommer von der Stadt-Apotheke aus Walldorf zu einem Vortrag mit dem Titel „Hitze, Herz und Medikamente – sicher und herzgesund durch den Sommer“ eingeladen.
Damit die Besucher verstanden, warum andauernde Hitze eine Belastung für den Körper und die Gesundheit sein können, erklärte der Apotheker am Anfang, was genau in uns passiert, wenn es sehr warm ist. „Wenn es heiß ist, steigt unsere Körpertemperatur und dadurch erweitern sich die Gefäße“, erklärte Sommer. „Dies hat zur Folge, dass der Blutdruck steigt, das Herz schneller schlägt und zusätzlich wird der Kreislauf belastet“, fuhr er fort. Dadurch kommt es zu vermehrtem Schwitzen, man verliert Flüssigkeit und gleichzeitig droht der Verlust von Elektrolyten. Somit ist eine Sache für alle Menschen, ganz unabhängig vom Alter, wichtig – das Trinken. Schnell stand nun die Frage im Raum, wie viel und was man an heißen Sommertagen überhaupt trinken sollte. In einem Dialog zwischen dem Referenten und den Besuchern entwickelte sich nun ein persönliches Gespräch und die Erkenntnis, dass es mindestens zwei Liter pro Tag sein sollten. Am besten Wasser oder Tee in Raumtemperatur. Auch Kaffee zähle zur Flüssigkeitsaufnahme, wenn dieser in Maßen getrunken wird. Zwei Tassen sollten dabei nicht überschritten werden, da es sonst wieder zu einer Belastung des Blutdrucks kommt.
Beschwerden wie Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Herzrasen, Krämpfen oder Kreislaufprobleme plagen an heißen Tagen viele Menschen und können oft durch mehr Flüssigkeitszufuhr, kühlende Umschläge und auch durch die Einnahme von Elektrolyten wieder reduziert werden. Sollte es jedoch zu schlimmeren Beschwerden oder sogar einem Stechen im Brustbereich kommen, sollte sofort der Notruf gewählt werden. Eine besondere Gefährdung stellt die Hitze für ältere Menschen, Personen mit Herzinsuffizienz, Bluthochdruck, Diabetiker, chronisch Kranke, Säuglinge und Kleinkinder, Pflegebedürftige und Menschen mit Übergewicht dar. Diese Gruppen besitzen ein geringes Durstgefühl, haben eine schlechte Temperaturregulation, nehmen häufig mehrere Medikamente oder haben eine eingeschränkte Nierenfunktion.
Dietmar Sommer erklärte auch, dass man, wenn man Medikamente einnimmt, ebenfalls Vorsicht geboten sei, da zum Beispiel bei der Einnahme von Blutdrucksenkern durch die Hitze der Blutdruck weiter absinken kann. Weitere Vorsicht ist auch bei Entwässerungsmitteln, Betablocker, ACE-Hemmer, Antidepressiva und Antidiabetika geboten. Ein weiterer interessanter Punkt war das Thema, wie man sich vor Hitze schützen kann. Auch hier wies der Apotheker nochmals auf das Trinken hin, riet zu leichten Mahlzeiten, körperliche Belastungen zu reduzieren, leichte Kleidung zu tragen, die Wohnung kühl zu halten und auf Sonnenschutz zu achten. Letzteres war ebenfalls ein Thema, was bei den Besuchern noch einige Fragen aufrief.
Es zeigte sich auch, dass viele Menschen in Reilingen mit dem Thema Hitze bereits verantwortungsvoll umgehen, denn wenn es sehr heiß ist, ist es auch ratsam, in der kühlen Wohnung zu bleiben. Gleiches gilt auch bei der Warnung vor Gewittern und Unwettern. Dies wurde am Freitagabend in Reilingen wohl sehr ernst genommen, und Anne Assmann konnte leider nur eine kleine Runde im Wendelinushaus begrüßen. Dennoch zeigte diese Runde großes Interesse und richtete viele Fragen an Dietmar Sommer. Dieser hatte am Ende für alle auch noch eine Überraschungstüte mit hilfreichen Kleinigkeiten für die heißen Tage.
K.D.