Gemeinsam in die zukünftige Kirchengemeinde

Jahresausflug des Kirchenchores Plankstadt nach Südpolen

Plankstadt: Anfang Oktober unternahm der katholische Kirchenchor Plankstadt eine fünftägige Kulturreise nach Südpolen. Nach einer langen Busanreise bezog die Reisegruppe ihr Quartier im Schlosshotel Izbicko (Schloss Stubendorf), ruhig gelegen in einem kleinen Schlosspark mit altem Baumbestand.

Hier wurde die Gruppe während des gesamten Aufenthaltes mit guter schlesischer Hausmannskost verwöhnt. Für einen humorvollen Einstieg am ersten Tag sorgte der Reiseleiter, der sich zunächst als Hausmeister des Anwesens vorstellte um sich nach der Rückkehr am Abend als Schlossherr höchstpersönlich zu erkennen gab. Auch auf den folgenden Ausflügen wurde die Reisegesellschaft, neben den lokalen Stadtführern, weiterhin von der Familie betreut. Auch weitere Aktivitäten fanden im Schloss statt, denn neben der Vorführung eines interessanten Filmes über die aufwendige Restaurierung des historischen Gebäudes durften sich die Teilnehmer an einem anderen Abend auf Live-Musik, Tanz und eine alkoholische Verkostung freuen.
Die Reise war geprägt von anstrengenden aber hochinteressanten Stadtführungen, die die Höhepunkte der Region näherbrachten. Das erste Ziel war die alte Königsstadt Krakau an der Weichsel. Die Führung begann am bekannten Wahrzeichen der Stadt, dem feuerspeienden Drachen unterhalb des Wawel Hügels. Nach der Besichtigung der Wawel Burg, in der über 500 Jahre Polens Monarchen geherrscht hatten, ging es durch die Gassen zum beeindruckenden Marktplatz. Auf diesem, einem der größten mittelalterlichen Plätze Europas, standen die historischen Tuchhallen sowie die Marienkirche auf dem Programm, in der die Besucher den weltberühmten, elf Meter hohen geschnitzten Veit-Stoß-Altar aus dem 15. Jahrhundert bestaunen konnten.
Am zweiten Tag reiste der Chor in die niederschlesische Hauptstadt Breslau. Die Führung begann etwas außerhalb des Zentrums mit der Besichtigung der Jahrhunderthalle und der Dominsel, dem mittelalterlichen Kern der Stadt. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Universität mit der Barockaula Leopoldina und der große Marktplatz mit seinen pastellfarbenen Bürgerhäusern. Zudem gab es überall in der Stadt unzählige bronzene Mini-Zwerge in den verschiedensten Posen zu entdecken.
Der nächste Tag führte den Kirchenchor zum wichtigsten Wallfahrtsort Polens, nach Tschenstochau. Auf dem Hügel Heller Berg besichtigte man das Paulinerkloster und die Basilika. Im Zentrum des Interesses stand die Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna von Tschenstochau, der wundertätige Kräfte nachgesagt werden und die als polnisches Nationalheiligtum gilt. Im Anschluss an dieses geistige Highlight folgte die Besichtigung der Hauptstadt der Provinz Oberschlesiens Oppeln, wo die Reisegruppe bei einem Rundgang die Geschichte der Stadt und den weitläufigen Marktplatz näher kennenlernte.
Am Ende der Reise blickten die Mitglieder, Freunde und Angehörigen des Kirchenchores auf eine rundum gelungene Reise zurück, die viele bleibende Eindrücke hinterließ.
Manuela Engelhardt