Gemeinsam in die zukünftige Kirchengemeinde

Pfarreirat stellt Weichen für die künftige Öffentlichkeitsarbeit

Kirchengemeinde: Über kaum ein Thema hat der Pfarreirat so lange beraten wie über die künftige Öffentlichkeitsarbeit der neuen Pfarrei. Bewusst nahm sich das Gremium Zeit, bezog die Rückmeldungen der Gemeindemitglieder ein und setzte eine Arbeitsgruppe ein, um die vielfältigen Anforderungen der neuen Pfarrei zu ordnen. 

Die Beratungen machten deutlich, dass die Frage nach einem Pfarrblatt allein zu kurz greift. Entscheidend ist vielmehr, wie die Kommunikation in einer Pfarrei mit acht Gemeinden, zahlreichen Gruppierungen und unterschiedlichen Zielgruppen gelingen kann.
Den Anstoß dazu gab bereits im vergangenen Jahr die Vollversammlung der Pfarrgemeinderäte. Eine erste Beschlussvorlage machte deutlich, dass die Frage nicht vorschnell entschieden werden sollte. Stattdessen wurden zunächst die Gemeindemitglieder um ihre Einschätzung gebeten. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, weiterhin eine gedruckte Gottesdienstordnung anzubieten und aktuelle Informationen zusätzlich über einen E-Mail-Newsletter zu erhalten. Ein klassisches Pfarrblatt stand dagegen deutlich weniger im Mittelpunkt.
In den anschließenden Beratungen wurde deutlich, wie komplex die Kommunikation in der neuen Pfarrei geworden ist. Neben den acht Gemeinden möchten zahlreiche Gruppierungen, Verbände und Einrichtungen regelmäßig über ihre Angebote, Veranstaltungen und ihr Engagement informieren. Gleichzeitig sollen unterschiedliche Zielgruppen zuverlässig erreicht werden. Eine Arbeitsgruppe entwickelte deshalb ein Gesamtkonzept, das der Pfarreirat nun beschlossen hat.
Danach bleibt die gedruckte Gottesdienstordnung als wichtiges Informationsmedium erhalten. Sie wird künftig neben den Gottesdienstzeiten um die Termine der Gruppierungen ergänzt. Für die Vielzahl weiterer Informationen und Berichte der Gruppierungen und Einrichtungen bietet ein gedrucktes Medium jedoch naturgemäß nicht genügend Raum. Deshalb wird die Website zum zentralen Kommunikationsmittel der Pfarrei. Dort werden die Informationen aus allen Gemeinden, Gruppierungen und Einrichtungen gebündelt. Ergänzt wird dieses Angebot durch weitere Kommunikationswege wie den Newsletter, die Schaukästen, die Amtsblätter der Kommunen und die örtliche Presse.
Darüber hinaus möchte der Pfarreirat prüfen, ob künftig mehrmals im Jahr ein Pfarreimagazin erscheinen kann, das mit Reportagen, Bildern und Hintergrundgeschichten das vielfältige Leben der neuen Pfarrei sichtbar macht. Voraussetzung dafür sind ein ehrenamtliches Redaktionsteam und eine tragfähige Finanzierung. Wer daran mitwirken möchte, ist herzlich eingeladen.
Jens Gomm